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Selbstbewusstsein – der/die eine „hats einfach“ und der/die andere halt nicht“?

Warum wirken manche Menschen so selbstverständlich sicher? Wir kennen das alle: Souveräne Menschen, die einen Raum betreten und ihn von sich heraus anstrahlen. Sie treten ein und in den ersten Sekunden bekommt man einen Eindruck – ganz unwillkürlich und intuitiv – der- oder diejenige wirkt selbstbewusst und so ganz und gar nicht verunsichert. Da fragen wir uns vielleicht, wenn wir das Ganze analytisch betrachten: „Wie geht das?“ Wovon hängt Selbstsicherheit ab? Natürlich erleben wir alle Situationen, in denen wir uns selbstsicherer fühlen und auch solche, in denen das nicht der Fall ist. Das kann mit unterschiedlichen Faktoren zu tun haben, z.B.: der spezifischen Situation („Oh [...]

Selbstbewusstsein – der/die eine „hats einfach“ und der/die andere halt nicht“?2026-03-04T14:52:38+01:00

Vorbereitung auf die 3. Lebensphase. Was haben Arbeitgeber davon?

Blumenstrauß statt Wissenstransfer? Viele Unternehmen investieren viel Energie in Recruiting – und lassen dann eine der größten Ressourcen nahezu geräuschlos verschwinden: die Erfahrung ihrer älteren Mitarbeitenden. Der Übergang in den Ruhestand wird häufig wie ein sauberer Schnitt organisiert: Übergabe, Abschiedsfeier, Blumenstrauß. Fertig. Systemisch betrachtet ist das eine bequeme, aber teure Annahme. Denn mit der Person gehen nicht nur Aufgaben, sondern oft auch Netzwerke, informelle Wege, politisches Fingerspitzengefühl – also genau das, was große Organisationen im Alltag beweglich macht. Und noch etwas wird unterschätzt: Für viele Menschen endet mit dem Job nicht nur Arbeit, sondern auch Wirksamkeit, Bedeutung und ein Stück Identität. Wenn dieser Übergang unvorbereitet [...]

Vorbereitung auf die 3. Lebensphase. Was haben Arbeitgeber davon?2026-02-02T21:18:19+01:00

KI in Führungsentscheidungen: Warum Plausibilität keine Evidenz ist

Plausibel klingt gut. Tragfähig ist etwas anderes. Wie Führung im KI-Alltag Evidenz und Urteilskraft schützt. „Die KI sagt, wir sparen 18 Prozent.“ Der Satz fällt in einem Meeting, in dem alle zu wenig Zeit haben. Er ist konkret, folienfähig und er hat sofort Wirkung. Er schafft Anschlussfähigkeit. Man kann ihn weiterreichen, in eine Präsentation schreiben, als Ergebnis markieren. Ein kurzer Moment von Erleichterung. Genau darin liegt das Risiko. Nicht, weil KI „lügt“, sondern weil Teams unter Druck schnell schließen müssen. Nicht die KI erzeugt Gewissheit. Wir tun es als Gruppe. Klarheit fühlt sich gut an. Zahlen klingen nach Objektivität. Und ein sauber formulierter Output wirkt [...]

KI in Führungsentscheidungen: Warum Plausibilität keine Evidenz ist2026-01-02T16:57:55+01:00

Rituale – und warum wir sie gerade jetzt so sehr brauchen

Rituale – und warum wir sie gerade jetzt so sehr brauchen Es ist Dezember. Der Monat, in dem selbst die Menschen, die sich für ausgesprochen unspirituell halten, plötzlich beginnen, Plätzchenteig zu kneten, denselben Film wie jedes Jahr zu schauen oder in leicht sentimentalen Rückblicks-Modi versinken. Wenn wir ehrlich sind, ist dieser Monat voll von Ritualen, kleinen wie großen – und vielleicht lieben wir genau deshalb diese Zeit so sehr. Denn Rituale schenken Halt, wenn das Jahr sich dem Ende neigt und die To-do-Listen länger werden als jeder gute Vorsatz hält. Rituale sind keine Esoterik – sie sind systemische Realität Aus systemischer Perspektive sind Rituale etwas [...]

Rituale – und warum wir sie gerade jetzt so sehr brauchen2025-12-01T18:28:17+01:00

Wenn „Ja“ kein Ausdruck für Zustimmung ist: Führung in Vielfalt

Wenn „Ja“ kein Ausdruck für Zustimmung ist: Führung in Vielfalt Kernthese: Vielfalt stärkt Organisationen – und fordert Führung. In diversen Organisationen entscheidet nicht das härteste Argument, sondern die beste Übersetzung zwischen Welten: zwischen Kultur und Aufgabe, zwischen Anspruch und Erfahrung, zwischen Stimme und Stille. Führung, die übersetzt, macht Potenziale sichtbar – gerade dort, wo Lebensläufe nicht linear sind. Der Mythos der Eindeutigkeit: das Wort ,,Ja“ Szene 1: Das Entwicklungsgespräch Neue Kollegin, neues Ziel. Die Abteilung reorganisiert Prozesse und Know-how wandert mit den erfahrenen Fachkräften in den Ruhestand. Die junge Mitarbeiterin ist klug, motiviert, ehrgeizig – und sucht Orientierung. Das Onboarding war knapp, das Team wohlwollend, [...]

Wenn „Ja“ kein Ausdruck für Zustimmung ist: Führung in Vielfalt2025-11-04T10:47:17+01:00

Führen zwischen den Generationen – Chancen mit Soziodrama sichtbar machen

„Als Babyboomerin mit über vier Jahrzehnten Berufserfahrung... ... habe ich viele Wellen der Arbeitswelt miterlebt: von der klassischen Hierarchie über Lean Management bis hin zu Agilität und New Work. Jede Phase brachte neue Begriffe, neue Erwartungen und neue Hoffnungen. Doch eines ist geblieben: Arbeit ist immer Begegnung zwischen Menschen – und diese Begegnungen sind von Generation zu Generation unterschiedlich geprägt. Heute arbeiten in vielen Unternehmen vier Generationen Seite an Seite: die Babyboomer, die Generation X, die Generation Y (Millennials) und die Generation Z. Sie bringen unterschiedliche Werte, Kommunikationsstile und Vorstellungen von „guter Arbeit“ mit. Das sorgt nicht selten für Missverständnisse und Spannungen. Gleichzeitig liegt darin [...]

Führen zwischen den Generationen – Chancen mit Soziodrama sichtbar machen2025-10-01T10:18:10+02:00

Pflegen, arbeiten, leben – und manchmal auch lachen

Die Vereinbarkeit von Beruf und familiären Pflegesituationen… … gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Wer einen nahestehenden Menschen pflegt oder alles rund um die Pflege organisiert, kennt die Zwickmühle: Einerseits der Wunsch, im Beruf leistungsfähig und präsent zu bleiben, andererseits die Verantwortung und Fürsorge für die pflegebedürftige Person. Dazu kommt, dass Pflege nicht planbar ist – sie kennt weder Feierabend noch Urlaub. Das erlebe ich zur Zeit mehr, als mir lieb ist, am eigenen Leib. Ein Projekt, das sich keiner aussucht, mit vielen Aspekten, die ein „reguläres“ Projekt auch hat: Personalmanagement, Tasks (manchmal mit, meist ohne klare Timeline – der Antrag für xy hat [...]

Pflegen, arbeiten, leben – und manchmal auch lachen2025-09-01T17:37:49+02:00

Resilienz – Vitalisieren und mit Zuversicht das eigene Leben gestalten Einblicke ins echte Leben

„Ich bin gut in dem, was ich tue ... Aber manchmal frage ich mich: Wo bleibe eigentlich ich selbst?“ Julia, 38, Bereichsleiterin in einem IT-Unternehmen, lehnt sich in unserem Coaching leicht zurück. Ihre Stimme ist ruhig. Es ist nicht das Drama, das sie müde macht. Es ist der Dauerbetrieb. Das eigene innere Gedankenkarussell und der viele Wechsel zwischen unterschiedlichen Themen und Rollen – nicht nur auf der Arbeit, teilweise auch privat. Julia ist hochprofessionell, durchsetzungsfähig, effizient – und in den letzten Monaten innerlich oft erschöpft. Nicht, weil sie scheitert. Sie vermutet selbst: weil ich selten innehalte. Die Anforderungen im Job sind komplex, die Erwartungen an [...]

Resilienz – Vitalisieren und mit Zuversicht das eigene Leben gestalten Einblicke ins echte Leben2025-08-01T10:57:32+02:00

In der Stille liegt die Kraft – oder nicht?

Reflektive Pausen als Coaching-Instrument Einmal im Jahr gönne ich mir mehrere Tage in Stille. Kein Telefon, keine Emails, keine Verbindung zur Außenwelt. Beim Erreichen des Retreat-Ortes ist es mir schon ein Ritual jegliche Verantwortlichkeiten, die mich sonst täglich begleiten, gar steuern, fallen zu lassen. Nur für ein paar Tage. Um mir Raum zu geben. Einfach zu sein. Mit mir. Gleichzeitig mich und meine Gedanken nicht so wichtig zu nehmen. In Zeiten der Digitalisierung und Hyperconnectivity wird das zum populären Gegentrend.  Für 7 Tage offline gehen. Digital und Mental. Die Kraft, die dabei entsteht ist beeindruckend und hat mich neugierig gemacht, reflexive Pausen im Kontext von [...]

In der Stille liegt die Kraft – oder nicht?2025-07-02T14:14:42+02:00

„Wir wollen nicht mehr mehr“

Bei meinem morgendlichen Radiohören bin ich auf eine Aussage von Friedrich Merz gestoßen, die mich wütend gemacht hat: Friedrich Merz fordere mehr Respekt für Besserverdienende, mehr Fleiß und möchte die Mentalität der Deutschen hinsichtlich ihrer Arbeitszeit verändern, so lässt es sich zum Beispiel in Der Zeit[1] lesen. Arbeit solle nicht als „unangenehme Unterbrechung“ unserer Freizeit gesehen werden, denn dies führe langfristig zu einem Wohlstandsverlust – Arbeitszeiten über acht Stunden am Tag kenne der Politiker selbst, und fände das gar nicht so schlimm. Wenn ich diese Zeilen schreibe, kann ich bereits die Stimmen hören, die ich nicht nur aus dem politischen Diskurs, sondern auch aus meinem [...]

„Wir wollen nicht mehr mehr“2025-02-01T10:17:22+01:00
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