21st century skills – Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen

Viola Middendorf

„It is not the strongest that survive nor the most intelligent, but the one most responsive to change“ (C. Darwin)

Welche Fähigkeiten werden zukünftig wichtig und machen die menschliche Arbeit aus? Welche Kompetenzen werden benötigt? Und wie können wir uns diese aneignen?

Durch die Covid-19-Krise wurden Veränderungen beschleunigt, die sich schon vorher abzeichneten. Organisationen suchen zunehmend Mitarbeitende, die aufgrund ihrer speziellen Kompetenzen in der Lage sind, mit ständig neuen Herausforderungen in Zeiten von digitalem Wandel umzugehen.
Aber was sind diese sogenannten 21st century skills? Im Gegensatz zu den uns vertrauten fachlichen Kompetenzen, wie etwa technische Kenntnisse, Gesetzeskenntnisse oder Fremdsprachen sind sie schwerer zu definieren. Sie beschreiben die Kompetenzen, die man benötigt, um den aktuellen und zukünftigen Trends und Herausforderungen in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung zu begegnen und dafür gut aufgestellt zu sein.

Welche Kompetenzen werden benötigt, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern?
In der Initiative P21 (Partnership for 21st Century Learning) haben sich Fachleute aus Wirtschaft, Bildung und Politik zusammengeschlossen, um über die Herausforderungen im digitalen Zeitalter nachzudenken und darüber, was es benötigt, um diese aktiv zu gestalten. Sie haben die sogenannten 4K (englisch: 4C) beschrieben:

  • Kreativität (beim Lösen von Problemen)
  • Kollaboration (also schöpferisches Zusammenarbeiten)
  • Kommunikation (als Fähigkeit, das eigene Denken verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln und in den konstruktiven Austausch zu gehen)
  • Kritisches Denken (Bewusstsein für andere Denkweisen und gezielte Urteilsbildung aufgrund von unterschiedlichen Informationen)

Klar, diese Fähigkeiten waren auch schon im 20. Jahrhundert wichtig. Aber sie gewinnen zunehmend an Bedeutung. Weitere Studien und Initiativen, wie beispielsweise die OECD Bildungsinitiative „Innovating to learn, Learning to innovate“ benennen zusätzliche Fähigkeiten wie etwa, Probleme und Herausforderungen aus unterschiedlichen Disziplinen zu begreifen (Transdisciplinarity) oder die Fähigkeit, komplexe Informationen sinnhaft zu verarbeiten (Cognitive Load Management).

Wie lernen wir das?

Ob nun wirklich neu oder nur neu benannt, die beschriebenen Fähigkeiten sind in unserer heutigen Arbeitswelt ein Schlüssel zur Beschäftigungsfähigkeit von Menschen.

Dazu braucht es eine Lernkultur des 21sten Jahrhunderts. Egal ob in Präsenzsettings oder digital, wir benötigen ein Umfeld, in der spielerisches Ausprobieren gewollt und Fehler erlaubt sind. Fail fast – learn fast – suceed fast: So können sich zentrale Kompetenzen entwickeln. Zudem sollte es immer wieder Gelegenheiten geben und diese aktiv aufgesucht werden, in denen man sich nicht in seiner „Leistungszone“ befindet (in der man sich hervorragend auskennt und Ergebnisse liefern kann), sondern in seiner „Lernzone“: Bewusst neue Situationen aufsuchen, in denen man gezwungen ist, neue Problemstellungen kennen zu lernen, andere Sichtweisen auf Themen zu erfahren und mit neuen Menschen zusammenzuarbeiten.

Viola Middendorf

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